Während in anderen südostasiatischen Ländern gerne scharf gegessen wird, mögen’s die Filipinos am liebsten süss. Statt Chilischoten kommt auf den Philippinen gerne auch mal eine ordentliche Portion Zucker in den Topf. Aber nicht nur beim Essen stehen die Filipinos auf Süsses.

Hier fünf süsse Facts über den 7’000 Inselstaat.

1. Sweet Fast Food

Die landeseigene Fast Food-Kette Jolli Bee’s boomt. Ihre Filialen sind zu jeder Tages- und Uhrzeit rappelvoll mit Einheimischen sowie Touristen. Das Lokal serviert übliche Fast Food-Gerichte wie Pommes und Burger – einfach süsser. Die Köche verleihen den Saucen mit einer extra Portion Zucker oder Bananen eine Süsse, die Kunden lieben. Jolli Bee’s hat mit ihrem Konzept genau den Geschmack der Filipinos getroffen und die amerikanische Konkurrenz längst ausgestochen.philippinen hills

2. Chocolate Hills

Auf 50 Quadratkilometer erstrecken sich auf der Insel Bohol rund 1270 sogenannte Schokoladenhügel. Der Name erinnert ans Schlaraffenland, anknabbern kann man die Hügel aber leider nicht. Der Name rührt daher, dass sich das Gras in der Trockenzeit braun färbt und die Hügel somit, wenn auch nur entfernt, an riesige Schokoküsse erinnern. Fehlen nur noch die Flüsse aus flüssiger Schokolade.

 

philippinen essen 13. Desserts

Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern haben die Philippinen keine ausgeprägte einheimische Küche. Mit Händlern aus Indonesien, Indien und China, spanischen Eroberern sowie dem Islam wurde die philippinische Küche in den letzten hundert Jahren vielseitig geprägt. Zudem lieben die Filipinos Fast Food.

Deshalb findet man von Burgern über Frühlingsrollen und Paella bis hin zu Satayspiesse so ziemlich alles. Typisch philippinisch sind die vielen Fisch- und Meeresfrüchtegerichte. Die Meerestiere werden gegrillt, gekocht, gebraten und gedämpft und oftmals mit Kalamansi (einheimische Zitrone) oder Bagoong (Fischpaste) serviert. Dazu gibt es Reis und Gemüse.

Aber eine Mahlzeit wäre nicht komplett ohne ein leckeres Dessert. Kalorienbewusst, aber mindestens genauso süss wie ein Schokoriegel sind die Früchte auf den Philippinen. Saftige Mangos, Melonen oder Papayas kann man an jeder Strassenecke bereit geschält und geschnitten für wenige Rappen ergattern. Unbedingt probieren sollte man toron, die süsse Frühlingsrolle mit Bananen- und Jackfruitfüllung. Auch Kakaoplantagen gibt es auf den Philippinen, daher kommt auch jeder Schokoladenliebhaber auf seine Kosten.

 

philippinen tarsier 14. Tarsiere

Nicht zum essen, jedoch zum auffressen sind die kleinsten Primaten der Welt, die auf den Philippinen zuhause sind. Tarsiere heissen sie und sind gerade mal eine Faust gross. Die gefährdeten Koboldmakis, wie sie auch genannt werden, leben auf verschiedenen philippinischen Inseln. Auf Bohol in Corella können Touristen im Tarsier Schutzgebiet die süssen Primaten besuchen.  Mit ihren riesen Kulleraugen, die im Verhältnis zu ihrem Körper 150 mal grösser sind als die des Menschen,  klammern sie sich dort an Bäume und lassen sich fotografieren. Allerdings müssen die Besucher den Blitz ausschalten und sich leise verhalten. Die Tarsiere sind sehr empfindlich und bei grossem Stress sogar selbstmordgefährdet.

 

philippinen beach

5. Dolce far niente

Süsses Nichtstun kann man auf den Philippinen hervorragend. Einfach innehalten und an einem der vielen paradiesischen Strände Kokoswasser aus einer frischen Kokosnuss schlürfen – wer die Seele baumeln lassen will, ist auf den Philippinen richtig. Der Staat besteht aus über 7’000 Inseln, da sollte jeder Tourist etwas finden. Ich habe meinen Traumstrand auf Pamilacan Island gefunden. Von Alona Beach (Bohol) erreicht man die Insel mit dem Boot in gut einer Stunde. Auf dem Weg dahin springen Delfine neben dem Boot aus dem Wasser und mit etwas Glück sieht man sogar Walhaie. Pamilacan Island ist eine kleine weisse Oase inmitten des kristallklaren, türkisen Pazifiks. Rundherum findet man beim schnorcheln und tauchen bunte Korallen, Fische, Seeanemonen und Schwämme. Wer länger als einen Tag auf der Insel bleiben möchte, kann sich vor Ort einen kleinen einfachen Bungalow mieten.

Die Philippinen werben mit dem Slogan „It’s more fun in the Philippines“ – nach meiner Rückkehr in die verregnete Schweiz kann ich das definitiv unterschreiben.

 

philippinen beach 2

Diese Reise ermöglichte uns das Philippine Department of Tourism. Vielen lieben Dank! Eindrücke und Meinungen sind unsere eigenen.

 

 

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Janine Keller
Hat bei ihrer Oma kochen und leidenschaftlich essen gelernt, geht nie ohne Haarbürste aus dem Haus, braucht das Ferne und Neue, findet im hektischen Alltag Ruhe im (St. Galler Guggeien-)Wald, liebt endlos scheinende Lachanfälle, benötigt zum Einschlafen mindestens zwei Kissen, ist 24 und wünscht sich immer noch ein Pony.